• Stef Liehr

Zukunft

The same procedure as every year, James.

Jedes Jahr nehme ich mir, wie so viele andere auch, Zeit mein Jahr Revue passieren zu lassen. 2020 war ein außergewöhnliches Jahr. Auch wenn manche unken, man solle das Jahr einfach streichen, muss ich sagen, Ansichtssache.

Ja, es war anstrengend, die Kinder im Homeschooling, ein neuer Job, Kunden die in Panik Aufträge abgesagt haben (um sie wenig später doch wieder zuzusagen), all die Angst und die Spaltung in der Gesellschaft.

Und dennoch war es ein außergewöhnliches Jahr. So vieles war anders. Die Natur konnte durchatmen und die Menschen auch. Auf meiner Toilette hängt eine Postkarte auf der steht:

Kann mal jemand die Welt anhalten?! Mir is schlecht, ich will aussteigen.

Mr. Covid-19 war derjenige. Danke Mr. Die Welt hat angehalten. Die Schöpfung konnte durchatmen. Nicht lange genug, um sich zu erholen, aber doch mal um durchzuschnaufen.

Ich als berufstätige Mutter, mit einem selbstständigen Mann und drei wunderbaren Mädchen, war froh... endlich mal keine Termine, kein Ballett, kein Reitunterricht, keine Therapietermine, kein Musikunterricht, kein Akrobatik... und das ganz ohne schlechtes Gewissen. Kein Gehetze mehr von Termin zu Termin. Wie oft habe ich das von anderen Müttern auch gehört... Wie gut, weniger doch tut. Und es wurden Stimmen laut, die sich vorgenommen haben, das doch so beizubehalten. Doch dann begann die Welt sich wieder zu drehen und es fühlte sich schlimmer an, als vorher. Auf ein Mal musste die "verlorene Zeit" nachgeholt werden. Schließlich hat man ja weiterhin für den teuren Unterricht der Kinder bezahlt, Noten mussten nachgeholt werden, der Kieferorthopäde wollte auch mal wieder die Beißerchen sehen. Nix aus dem Lockdown gelernt.

Das wurde noch offensichtlicher als der zweite Lockdown auf uns zu rollte.

Ich könnte jetzt ewig so weiterschreiben. Was mich am meisten schmerzt und innerlich aufwühlt ist die Tatsache, dass wir Menschen mit aller Gewalt am Alten festhalten wollen, dass wir mit großer Kraftanstrengung ein System aufrechterhalten wollen, das einfach in die Jahre gekommen ist und nicht zukunftsfähig.

Ein großer Wandel steht uns bevor und wenn wir die Augen aufmachen und den Mut haben hinzuschauen, werden wir es sehen.

Eine Seite für Mutige: www.trendforscher.eu Manches klingt hier wie Science Fiction und ich hoffe, dass dieser Mann nicht mit allem Recht behält, aber ich will vorbereitet sein und wünsche euch den Mut, neu zu denken.

Bei all dem was 2020 passiert ist, kann ich verstehen, dass Menschen vor Angst verrückt geworden sind und teilweise panisch ins Neue Jahr blicken. Aber ich will auch hier Mut machen: Jesus lebt. Monde und Jahre vergehen. Katastrophen brechen über uns herein und das Leben kann sich von heute auf morgen verändern. Jesus bleibt.

Deswegen kann ich hoffnungsvoll ins Jahr 2021 gehen. Egal was kommt. Er ist bei mir.


Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance. Victor Hugo
9 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

ERlebt

0176-20209204

  • Facebook
  • Schwarz Instagram Icon

©2020 Mitte Leben. Erstellt mit Wix.com