• Stef Liehr

Unterm Apfelbaum

Als ich die Prohphetien der letzten Jahre für Deutschland und Europa las, blieb ich an einem Punkt hängen:

Bitte Gott, dass Er Erntehelfer in die Ernte sendet.

Ich spürte in mir so einen Widerstand und ignorierte den Teil, aber innerlich wusste ich, dass ich mich mit Gott dazu noch unterhalten müsste. Also legte ich mich am Nachmittag unter meinen geliebten Apfelbaum.

Mein Apfelbaum-Dialog:

Das mit den Erntehelfern passt dir nicht Stefanie, nicht wahr?

Ich bin einfach erschöpft Gott und ich will nicht schon wieder etwas tun müssen. Ich weiß doch genau, wenn ich dafür bete, dass ich selber genauso Erntehelfer sein muss.

Du bist also erschöpft und willst in Ruhe gelassen werden.

Ja.

Was verbindest du denn mit Erntehelfer sein?

Anstrengung. Den Auftrag jedem von dir zu erzählen und zu hoffen, dass er dich in seinem Leben annimmt. Ständig meine Komfortzone verlassen müssen. Ausschau halten nach „Opfern“. Und wenn jemand dich annimmt, ihn jüngern, Nachsorge machen, bis er selber laufen kann.

Kannst du dich erinnern, als Corona kam, wurden die Grenzen dicht gemacht. Was war die Sorge der Bauern?

Das sie ihre Ernte nicht einbringen können, weil sie nicht genug Arbeiter aus Osteuropa hatten.

Die reife Ernte würde also vergammeln, die Bauern hätten unglaubliche Verluste erlitten.

Ja und die Menschen wären verhungert, obwohl ja alles da wäre. Du bist dieser Bauer, nicht wahr Gott? Alles ist reif zur Ernte, alles wäre da, es muss nur abgeerntet werden und wenn das nicht geschieht, ist es nicht nur ein Verlust für dein Königreich, sondern für alle anderen Menschen.

So ist es, Stefanie. Der Virus hatte euer System erschüttert, Sicherheiten sind gefallen, dort wo Menschen ihren Durst und Hunger gestillt haben, war auf ein Mal nichts mehr. Sie hungern und dursten. Wer macht sie jetzt satt? Ohne Erntehelfer werden sie verhungern. Am ausgestreckten Arm. Ich habe die Früchte reif werden lassen.

Ich verstehe...und dennoch ist meine Erinnerung an „ernten“ mit anstrengenden und mit krampfhaften Versuchen verknüpft.

Wie stellst du dir denn Erntehelfer vor?

Also wenn ich an Erntehelfer denke, dann ist das ein Knochenjob, man schwitzt, alles tut einem weh von der einseitigen Arbeit, man bekommt einen Hungerlohn.

Aber in meinem Reich ist alles umgekehrt oder? Mein Joch ist leicht und euer Lohn wird groß sein.

Ja, das stimmt.

Also noch mal, mit dieser Wahrheit. Wie stellst du dir Erntehelfer sein vor in meinem Reich?

Ich steh an der Kasse im Supermarkt. Hinter mir eine Frau. Ich höre deine Stimme. Ich drehe mich um zu ihr und sage: Gott hat mir gerade gesagt, dass Ihr Mann im Krankenhaus liegt. Die Ärzte haben keine Hoffnung mehr. Gott sagt, ihr Mann soll leben und ER will ihn heilen. Die Frau fängt an zu weinen, mitten im Supermarkt, mitten im Leben. Vor allen anderen. Ich helfe ihr den Einkauf abzuschließen, alles im Auto zu verstauen und fahre mit ihr ins Krankenhaus. Ich bete. Du heilst den Mann. Ich erzähle ihnen von Dir. Sie glauben.

Wochen später im Supermarkt spricht mich die Verkäuferin an, ob der Mann tatsächlich geheilt wurde. Ich gebe ihr Zeugnis von deinen Wundern. Sie bittet mich für sie zu beten. Nichts geschieht. Eine Woche später nimmt sie mich im Supermarkt auf die Seite und sagt ihr Leben hat sich seit unserem Gebet verändert.

Und so geht es weiter. Egal wo ich hinkomme, höre ich deine Stimme, tu was ich glaube von dir zu hören, Zeichen und Wunder folgen und die Ernte fällt wie reife Früchte in deinen himmlischen Schoß.

Das ist auch meine Vorstellung von meinen Erntehelfern.

Wieso geschieht es dann nicht?

Was ist dazu nötig? Was brauchst du, um dieser Erntehelfer zu sein?

Ich muss deine Stimme hören können.

Was braucht es dafür?

Zeit mit dir. Stille. Austausch. Hören.

So ist es. Wer an mir bleibt, bringt viel Frucht. Die Arbeiter arbeiten nicht umsonst, wenn ich ihr Fundament bin. Ich bin der Schlüssel. Meditier weiter mein Wort. Bleib an mir dran und wir werden eine Ernte einfahren, wie sie die Welt noch nie gesehen hat.

Später am Tag stehe ich vor einem Supermarkt und blicke durch ein Fenster in die Gemüse und Obstabteilung und Gott sagt: So werdet ihr eine Vielfalt an Früchten in mein Königreich legen und es wird ein Reich sein aus allen Farben, Größen und Geschmäckern. Ich habe Vielfalt geschaffen und kann es kaum erwarten meine Gemeinde in dieser Vielfalt zu erleben. Keiner muss mehr versuchen eine Banane zu sein, wenn er doch eine Tomate ist. Jeder wird wissen, wer er ist und den anderen schätzen für das was und wie er ist.


 

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