• Stef Liehr

Tag 24

Mein voller Kopf


Von was das Herz voll ist, geht der Kopf über, äh nee... eigentlich heißt es im Original Bibeltext: denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund. (Lukas 6,45)

In meinem Fall reden vielleicht mehr meine Finger, die gerade über die Tasten meines Laptops fliegen. 🛸

Manchmal ist mein Kopf 😵‍💫 am Morgen schon so voll mit Gedanken, die ich der Welt da draußen gerne mitteilen willl, dass ich nach meiner Sporteinheit gar nicht mehr weiß, wo ich überhaupt anfangen soll.

Probieren wir es mal


Berufung.

Fokus. 🎯

Gleichgewicht.


Heute morgen bin ich um kurz vor 5 wach geworden und lag noch so 5 Minuten im kuscheligen Bett rum, als mich plötzlich ein Gedanke von hinten links überraschte.


Ich lebe ja gerade meine Berufung. Hä?

Ja, Stefanie, du lebst gerade mitten in der Berufung.

Äh, Moment mal, dass kann gar nicht sein. Berufung ist das, wo ich drauf hinarbeite, aber das kann ich noch gar nicht erreicht haben. Dieses Selbstgespräch ging wie ein Tennisspiel hin und her. Bis ich zu dem Punkt kam, zu definieren, was denn Berufung leben für mich eigentlich bedeutet.


Berufung leben. Meine Definition:

  1. Ein Leben von dem ich keinen Urlaub brauche. Ich gehe so in dem auf was ich tue, dass ich keine Auszeit davon brauche. Im Gegenteil, dass was ich rausgebe an Energie kommt instant zu mir zurück und (er)füllt mich.

  2. Das was ich tue, kann niemand sonst tun… im Sinne von: Ich bin einzigartig-eigenartig. All mein Sein, meine Stärke und Begabungen, meine Werte und sogar meine Schwächen kommen in dem was ich tue zum Tragen. Ich muss mich nicht mehr verbiegen, darf authentisch sein und brauche keinen Eiertanz aufführen bei dem ich niemanden auf die Zehen treten darf.

  3. Ich hinterlasse Spuren. Berufung hat für mich auch was mit Nachhaltigkeit und Dienen zu tun. Ich verändere die Welt um mich herum, gestalte und lebe, aber nicht für mich allein.

  4. Meine liebste Antwort, wenn ich Berufung lebe? Von Herzen gern geschehen!

Früher dachte ich, ich kann vielleicht auch Teilzeit meine Berufung leben. Aber für mich hat das nicht funktioniert. Die Teilzeit hat mich so viel Kraft gekostet, dass für Berufung keine Kraft mehr da war. Damals hatte Gerald Hüter den Film: „Der innere Ruf“ herausgebracht. Ich sah den Trailer auf Facebook und bin ich in Tränen ausgebrochen.

Da wurde was angetriggert. Der innere Ruf wurde plötzlich wieder laut, die Sehnsucht, heilige Unzufriedenheit, die Sehnsucht nach mehr (Meer), der Wunsch mit seinem Leben ein Erbe zu hinterlassen, mehr als nur Hamsterrad-Gedöns.


Es war der Startschuss, um wieder mutig Entscheidungen zu treffen.


Wobei ich dazusagen muss, mit Kindern kommt unweigerlich auch das Hamsterrad-Gedöns. Das Schulsystem, unser Staatssystem, ist wie es ist und es zwingt dich in einen gewissen Lebensrhythmus, den man nur schwer durchbrechen kann.

Das ist einfach so. Aber wer sagt, das Berufung nicht tatsächlich genau dort beginnt, wo man gerade steht.

Denn ganz ehrlich, wenn ich Kinder hervorbringe, die nicht nur bloße Konsumenten und Trendhinterhechler werden, sondern Kinder die sich Gedanken, um ihre Handlungen machen, die mit Mitgefühl großwerden und nicht mit Konkurrenz denken, die ihre eigenen Stärken kennen und andere GROSS statt klein machen, für die Moral, Werte und Glaube Fundament sind, dann hab ich bereits ein wunderbares, nachhaltiges Erbe hinterlassen.


Wieso mir heute morgen dieser Gedanke in den Kopf kam, kann ich gar nicht sagen.

Aber nach dem Selbstgespräch musste ich lächeln.

Ja, ich lebe jetzt voll und ganz meine Berufung. In der Familie und in meinem Umfeld.


Das ist Glück für mich.

Hier ist übrigens mein kleines Visonboard-Freebie zum Download.

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