• Stef Liehr

Mädels on Campervan-Tour

Manche haben es ja mitbekommen.

Ich war so verrückt, meine 3 Mädels und unseren Hund in einen gemieteten Campervan zu packen und in den Osterferien einfach mal ins Blaue loszufahren.

☀️Immer der Sonne hinterher, war mein Credo.☀️

Wenn mich meine Freunde in den letzten Tagen gefragt haben „und wie war euer Urlaub?!“, dann war eher ein zerknirschtes „Ich hab wichtige Lektionen gelernt…“ von mir zu hören, anstelle von begeisterten „Es war wundervoll!“-Rufen.

Meine 3 Lektionen:

  1. Entscheidungen treffen entspannt.

  2. Der Schein trügt.

  3. Karma ist real.

Nr 1. Ich bin losgefahren, mit dem Wunsch an der Küste in der Bretagne anzukommen, aber ich hatte keine Stationen geplant, keine Stellplätze ausgelotet und war völlig sorglos losgefahren.

Nicht zu wissen, wo und wie wir die Nacht verbringen, hat mich dann aber so mürbe und müde gemacht, dass ich am zweiten Tag umkehren wollte.

Erst als ich bewusst Entscheidungen getroffen habe und alles fix gemacht hatte, stellte sich Erholung ein. Meine Learning?! Entscheidungen nicht mehr vor mir herzuschieben!

Es kostet so viel mehr Energie, sich nicht zu entscheiden!!!

Man trägt nicht getroffene Entscheidung, wie in einem vollen Rucksack mit sich rum und jeden Tag hat man sie wieder im Kopf. Sind die Entscheidungen mal getroffen, wird alles leichter und man hat wieder Energie für andere Dinge.

Nr 2. Der Schein trügt. Ich folge auf Instagram wundervollen, inspirierenden Menschen. Familien, Paare, Frauen, die mit ihrem ausgebauten Campervan durch die Welt tingeln. Ihre Fotos und glücklichen Gesichter wecken eine ständige Sehnsucht in mir auch so zu leben. Was sie nicht zeigen, sind die Herausforderungen auf engstem Raum zu schlafen, wie ätzend es sein kann, wenn es regnet oder was es bedeutet in einem Aufstell-Dachbett am Meer zu schlafen, wenn eine Brise aufzieht.

Also lasst euch nicht blenden! Die Happy-Clappy-Fotos in den sozialen Medien sind nicht immer authentisch und wenn man dann noch anfängt sich zu vergleichen, kann man sich gleich unter der Bettdecke verkriechen.

Ich weiß nach diesem Trip, dass wir als Familie nur bedingt Campervan Nomaden sind. Meine Kinder brauchen Rückzugsorte, dann wird es für alle entspannt.

Nr. 3. Karma is real oder wie meine Mama schon immer sagte:

„So wie man in den Wald hineinruft, schallt es zurück.“ Ich liebe Menschen und ich liebe ihre Geschichten (Wusstest du, dass es in Schweden eine Bibliothek gibt, wo man reale Menschen nach ihrem Leben befragen kann?! Mega Idee!)

Deswegen findet man mich auf Campingplätzen im Indoorbereich (abgesehen davon, dass es dort warm ist und Kaffee gibt). Ich habe mir die Geschichten des Manager-Ehepaars angehört und Freundschaft geschlossen. Am Ende haben sie mir jeden Tag Kaffee geschenkt und die ausgeliehenen Fahrräder musste ich nicht bezahlen (immerhin 50€). Meine Kinder waren ganz verwundert und meinten „Wieso machen sie das?!“ Meine Antwort? Wenn ich Menschen liebevoll begegne, kommt immer was zurück.

Passieren heißt »vorübergehen«. Leben passiert. Das ist das Gegenteil von Stillstand. Und manchmal passieren unangenehme Dinge, die uns daran erinnern können, dass es an der Zeit ist, etwas zu ändern.
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