Suche
  • Stef Liehr

>Wir werden nicht geliebt, weil wir gut sind. Wir sind gut, weil wir geliebt werden.< Desmond Tutu

Immer wieder wenn ich unter unserem wundervollen Apfelbaum sitze und auf die Stockrose darunter blicke, werde ich von Ehrfucht und Liebe überrollt.

Im Frühjahr bin ich immer voller Tatendrang, lese Bücher über Bauerngärten und Permakulturen, plane den Gemüsegarten und überhaupt unser großes Drumherum.

Vor 2 Jahren hatte ich eine Wildblumenwiese bei unserem Lieblingsplatz angelegt und wollte sie dieses Jahr mit einen Staketenzaun, hinter dem Stockrosen gedeihen, vollenden.

Also versuchte ich bei allen Gärtnereien eine Jungpflanzen zu ergattern.


Es war schier unmöglich.

Am Ende kauften ich Samen und versuchte sie in Trögen vorzuziehen, um sie dann an den Ort MEINER Wahl umzusiedeln.

Eigentlich hätte ich nach all den qualvollen Jahren, wo ich der Natur versucht hatte meine Vorstellung von schön aufzudrücken, wissen müssen das mein Vorhaben zum Scheitern verurteilt war. Und so kam es wie es kommen musste. Meine Samen schafften es nicht.


Dieses Jahr ist allerdings das erste Jahr, in dem ich an vielen Stellen der Natur frei Lauf ließ.

Pessimisten würden es Resignation nennen.

Ich sage: > Die Natur weiß, was sie braucht. <

So kümmerte ich mich nur darum die Brennessel und Gräser im Zaum zu halten. Mein Mann sagte lange nichts, aber irgendwann meinte er, ob ich nicht dem Giersch unter dem Apfelbaum mal zu Leibe rücken wolle.

Nö, meinte ich, lass mal wachsen, wer weiß was da noch so kommt...

Hier muss ich an die Stelle denken, wo Jesu Jünger fragen, ob sie nicht besser das Unkraut zwischen dem Weizen ausreißen sollten. Jesus wusste aber, dass wir mit dem Unkraut oft auch das Gute vernichten und so war seine Antwort Nein.


Und siehe da...Irgendwas schob sich zwischen dem Giersch nach oben durch. Es hatte riesige Blätter und ich dachte schon, na toll, wieder so ein Frauenmantel.

Doch es wuchs und wuchs und bekam Blütenansätze...

Und eines Morgens: Tada...eine Stockrose.


Diese Stockrose hat so viel Message.

Lass wachsen.

Hab Geduld.

Manchmal kommt es anders als du denkst und sehr oft anders, als du es willst.

Was nicht heißt, dass es am Ende schlecht ist. Manchmal verbirgt sich darin ein ungeahntes Geschenk.

Ein Geschenk das aus den Händen Gottes direkt kommt.

Diese einsame Stockrose wurde nie von mir gesät. Wir haben nicht eine Stockrose auf unserem gesamten 20 Hektar großen Grund. Aber da ist sie.

Wenn ich sie anblicke, weiß ich Gott ist der Schöpfer des Universum, so groß, so unglaublich und doch nie zu fern, um mir liebevolle zu sagen: Da für dich. Ich hab deinen Wunsch gehört.

Wenn er in so kleinen Herzenswünschen so aktiv in meinem Leben ist, wie viel mehr in meinen großen?!

Ja, manchmal Zweifel ich, ob Gott real ist, ob Jesus wirklich für mich am Kreuz gestorben ist, ob er meine Gebete hört und überhaupt Interesse an meinem Leben hat.

... und dann überrascht er mich von hinten links und flüstert mir zu: Egal ob du an mich glaubst, ich glaub an dich. Jeden Tag. Für immer.


Stockrose

#mitteleben #geliebt #gut

0 Ansichten

0176-20209204

©2020 Mitte Leben. Erstellt mit Wix.com

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now