• Stef Liehr

Der Start-Off

Kennt ihr das? Man will Zeit mit Gott verbringen, aber schiebt es vor sich her und schwups ist die Zeit um?

Irgendwie gehe ich seit Tagen Gott aus dem Weg. Neulich beim Autofahren habe ich mit Ihm darüber geredet und auch erkannt warum. Ich weiß nicht mehr, wie ich mich Ihm nahen soll. Die Lehre über den Neuen Bund hat mich verunsichert. Ich weiß nicht mehr, welche Lobpreislieder noch angemessen sind, noch welches Gebet ich tatsächlich sprechen soll und überhaupt kommt es ja nicht mehr darauf an, was ich alles geistliches unternehme.

Gottes Antwort war: „Lies einfach im Neuen Testament. Mehr nicht. Lies einfach nur und schau was passiert.“

Woche 1: Epheserbrief


Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! ER hat uns gesegnet mit JEDER geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus (...) und uns vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus (...) 1:3-5


Er hat uns gesegnet. Wenn er mich gesegnet hat mit jeder geistlichen Segnung, gibt es dann irgendetwas das ich noch nicht habe?!

Er hat uns gesegnet. Vergangenheit. Seit wann bin ich gesegnet? Seit Jesus am Kreuz rief:

Es ist vollbracht.

Was heißt das für mein Leben heute?

Wenn ich Jesus in meinem Herzen annehme, mit meinem Mund bekenne, dass er Herr ist und glaube, dass Er am Kreuz für mich gestorben ist, dann habe ich allen Segen in der Himmelswelt.

Dieser Segen ist seit dem Kreuz zugänglich für jeden, der daran glaubt.


Vor 16 Jahren, nach vielen Jahren erfolgloser Suche in Okkultismus, Reiki, Buddhismus und Drogen begegnete mir in Australien der lebendige Gott.

Nach dieser Begegnung wollte ich Jesus nachfolgen. Ich wusste Er ist die Wahrheit nach der ich immer gesucht habe. Ich spüre gerade, wie es sich angefühlt hat. Alles war auf einmal so leicht, ich fühlte mich wie neugeboren, frisch verliebt und erlöst. Ich begann in der Bibel zu lesen und es war als wäre jede Zeile dort drinnen nur für mich geschrieben worden.

Es war WUNDERvoll!

Was ist in den letzten 15 Jahren dann passiert? Ich weiß es nicht. Es gab Höhen und Tiefen in meinem Glauben. Gottes unglaubliche Versorgung, überraschende Antworten auf Gebete, die ich noch nicht mal laut formuliert hatte, aber auch Tiefschläge. Unbeantwortete Gebete, Todesfälle, Fragen auf die ich keine Antworten hatte. Der kindliche Glaube wich einem erklärenden Glauben. Wie gesagt, Gott wollte ich nicht antasten. Also gab ich mir die Schuld. Nicht genug Stillezeit mit Gott und der Bibel verbracht. Nicht genug gebetet. Nicht genug geglaubt. Nicht genug, nicht genug, nicht genug...

Was macht Mensch, wenn er nicht genügen kann? Die einen strengen sich noch mehr an, die anderen geben auf. Ich tat beides im Wechsel. Wenn ich mich anstrengte, hatte ich auch immer wieder Höhenflüge mit Gott, aber es war eben anstrengend. Es war ein Kampf.

Gestern dachte ich, ok ich will noch ein letztes Mal kämpfen. Noch ein letztes Mal alles geben und schauen, was passiert. Ich werde mich auf die Lehre des Neuen Bundes einlassen, aber das war's dann auch. Ich habe keine Kraft und keine Lust mehr. In dem Moment, sagte Gott:

Bitte kämpfe nicht! Glaube nur.

Ich war im Begriff es in alter Manier anzugehen. Wie all die Jahre zuvor.

Also werde ich diesmal nicht kämpfen. Ich werde glauben.

Woche 1: Ich glaube, dass ich gesegnet bin mit JEDER Segnung in der Himmelswelt und vorherbestimmt bin zur Sohnschaft.


Wisst ihr, ich lebe immer noch mit meinen Eltern unter einem Dach und wenn ich vergessen habe, Sahne zu kaufen, dann gehe ich runter in ihre Küche und nehme mir von ihnen einen Becher. Ich mach das einfach. Denn ich bin ihre Tochter und ich weiß, ich darf das. Wenn ich zur Sohnschaft/Tochterschaft ;-) bestimmt bin, dann darf ich auch an Gottes Kühlschrank gehen.


Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen... Joh 1:16

Das griechische Wort im Urtext bedeutet so viel wie: etwas ergreifen, sich an etwas hängen, festhalten, mit Gewalt nehmen...

Wenn die Bibel also davon spricht, dass ich empfangen habe, bedeutet das nicht nur mit geöffneten Händen dazustehen, sondern es im Glauben zu ergreifen, es mir zu nehmen und festzuhalten... sonst bleibt es im Kühlschrank...

Also werde ich diese Woche im Glauben mir den Segen greifen. Ich werde an Gottes Kühlschrank gehen, freimütig, wie es seiner Tochter zu steht und ich werde nicht wie der Sohn in Lukas 15,29 da stehen und sagen:

„So viele Jahre diene ich dir (...) und mir hast du nie einen Bock gegeben (...)

Es stand ihm immer zur Verfügung, aber er hat es nicht ergriffen.

#glaubenur

#esistvollbracht

#gesegnet


 

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